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Waldbrand am "Huttaler Steinbruch"


Ein Jogger hatte in den Abendstunden des 29.05.2018 in Höhe des „Huttaler Steinbruchs“ ein Feuer bemerkt. Um die Feuerwehr benachrichtigen zu können, musste er noch rund einen Kilometer bis zum Parkplatz „Entensumpf“ zurücklegen, wo er dann auch die alarmierten Einsatzkräfte in Empfang nahm, um ihnen den Weg zur Einsatzstelle zu weisen.

 

Oberhalb des ehem. Diabas-Steinbruches im Huttal brannte auf eine Fläche von ca. 500 Quadratmetern der Wald, einschließlich der dazugehörigen Vegetation. Die Wasser führenden Feuerwehrfahrzeuge mit einem Gesamtfassungsvermögen von 8.000 Litern nahmen den Erstangriff auf das brennende Waldstück vor. Ausgehend davon, dass dieser Wasservorrat nicht ausreichend ist, war am „Oberen Nassenwieser Teich“ eine Füllstelle für die vorgenannten Fahrzeuge einzurichten. Außerdem wurden die Feuerwehren aus Riefensbeek-Kamschlacken und Wildemann zur Unterstützung angefordert. Das in Wildemann stationierte Tanklöschfahrzeug (TLF 3000) ist mit einer Sonderbeladung zur Vegetationsbrandbekämpfung ausgestattet, die hier vollumfänglich zum Einsatz kam.

 

Besonders kräftezehrend war die Heranführung des Wassers vom befahrbaren Waldweg zur Brandstelle, denn diese war nur über einen Steilhang zu erreichen. Ferner konnte an der Abbruchkante des ehem. Steinbruchs nur unter Zuhilfenahme des Gerätesatzes „Absturzsicherung“ gearbeitet werden, da hier der Fels rund 100 Meter senkrecht in die Tiefe geht.

 

Die oberhalb des Waldbodens befindlichen Feuer waren zwar schnell in Gewalt, doch es schlossen sich noch umfangreiche Nachlöscharbeiten an, da die Glut bereits in dem Erdboden eingedrungen war und sich zum Teil im Wurzelbereich der Bäume befand.

 

Um 22.58 Uhr, so wurde im Einsatzprotokoll festgehalten, haben sich die Feuerwehrkräfte im Rahmen des Eigenschutzes von der Einsatzstelle zurückgezogen, da die aufziehenden Unwetter eine Gefahr für die Einsatzkräfte darstellten. Nachdem die Starkgewitter abgezogen waren, konnte die Bekämpfung des Schadenfeuers wieder aufgenommen werden. Die Hoffnung, dass ein einsetzender Regen Hilfestellung bringt, hat sich nicht bestätigt. Im Einsatzgebiet ist während des Gewitters nicht ein Tropfen gefallen. So zogen sich dann die Nachlöscharbeiten bis 02:30 Uhr hin, ehe das letzte Fahrzeug in die Feuerwache einrücken konnte. Rund sechs Stunden und 36.000 Liter Wasser benötigten die Feuerwehren, um die Flammen und die schon tief im Erdboden sitzenden Glutnester zu löschen.

 

Die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft von Fahrzeug und Gerät nahm noch mehr als eine Stunde in Anspruch, sodass der letzte Feuerwehrmann gegen 04.00 Uhr die Feuerwache in Clausthal-Zellerfeld verließ.

 

Eingesetzt waren aus den drei Ortsfeuerwehren insgesamt 12 Einsatzfahrzeuge und 70 Feuerwehrkräfte.

 

Am Morgen des Folgetages führte die Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld bei Tageslicht eine Nachkontrolle der Einsatzstelle durch und stellte dabei fest, dass aus dem Wurzelbereich eines kleinen Baumstupfes noch Rauch aufstieg. Vorsorglich wurde die Wurzel freigelegt und abgelöscht, sodass nunmehr davon ausgegangen werden kann, dass alle Glutnester beseitigt sind.



Fotos: Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld

       (P. Müller 30.05.2018)