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Schwerer Verkehrsunfall mit 9 verletzten Personen


Um 11:03 Uhr des 14.07.2020 erfolgte eine Alarmierung der Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld mit dem Stichwort „VU – eingeklemmte Person“. Aus bisher unbekannter Ursache hatte der Führer eines PKWs in Höhe der Spiegelthaler Straße ein Kraftfahrzeug gerammt, wodurch dieses Fahrzeug auf den Gehweg geschleudert ist und vor einer Gebäudehauswand zum stehen kam. Unglücklicherweise ist eine auf dem Bürgersteig befindliche weibliche Person mit einem Kleinkind vom Fahrzeug erfasst worden. Beide, Mutter und Kind, wurden dabei nicht unerheblich verletzt. Der PKW selbst, kam in einem Stromverteilerkasten der Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld zum Stehen. Das Verursacherfahrzeug setzte seine Fahrt fort. Im Einmündungsbereich der Bornhardtstraße ereignete sich ein weiterer Unfall mit einem dort befindlichen Kraftfahrzeug. Vor einem ortsansässigen Installateurbetrieb in der Telemannstraße, ist dann das die Unfallserie auslösende Fahrzeug zum stehen gekommen. Bei diesen Verkehrsunfällen sind insgesamt neun Zivilpersonen zum Teil schwer verletzt worden. Die drei Unfallstellen ergaben eine Gesamteinsatzstellenlänge von rund 600 Meter.

 

Soweit erforderlich wurden die Airbags der Unfallfahrzeuge gegen ein unkontrolliertes Auslösen gesichert und die Stromversorgung durch die Batterie vom Fahrzeug getrennt. An der Einsatzstelle Spiegelthaler Straße musste in Abstimmung mit dem Rettungsdienst eine technische Rettung der Fahrerin vorgenommen werden. Im Weiteren wurde der Rettungsdienst in der Patientenbetreuung unterstützt. Nachdem ein Mitarbeiter der Stadtwerke Clausthal-Zellerfeld den Stromverteilerkasten vom Netz genommen hat, konnte die Sicherung dieser Anlage durch die Feuerwehr erfolgen. Im gesamten Einsatzbereich sind die Zufahrten aus den Nebenstraßen in die Goslarsche Straße gesperrt worden. Gegen 13.50 Uhr haben die letzten Kräfte der Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld die Einsatzstelle verlassen.

 

Nach Abschluss der Unfallaufnahme durch die Polizei erfolgte eine erneute Alarmierung der Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld. Die bei dem Unfall ausgetretenen Betriebsstoffe waren zu binden und einer Entsorgung zu zuführen. Bereits bei dem erstmaligen Einsatz am Vormittag konnte sichergestellt werden, dass keine Schadstoffe in die Kanalisation eindringen. Um die Unfallspuren nicht zu verfälschen, verzichtete man zu diesem Zeitpunkt darauf die Ölspur mit Bindemittel abzustreuen, zumal keine Gefahr für die Allgemeinheit bzw. dem Fahrzeugverkehr davon ausging.



Fotos: Feuerwehr Clausthal-Zellerfeld

(P. Müller, 14.07.2020)